(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Stadt Freiburg
Neue Räume für zeitgenössische Kunst prägen ab sofort die Kulturlandschaft in Freiburg: Die traditionsreichen Morat-Hallen an der Lörracher Straße sind offiziell eröffnet und bieten der Freiburger Kunstszene künftig deutlich mehr Platz.
Im zweiten Schritt wird klar, dass die Stadt Freiburg das Gebäude im Mai 2024 erworben und anschließend umfassend saniert hat. Ermöglicht wurde der Kauf durch eine großzügige Spende der Freiburger Mäzenin Gertraud Hurrle. Oberbürgermeister Martin Horn und Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach eröffneten die Hallen mit zwei Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst.
Nach Darstellung der Stadt war es ein zentrales Ziel, das weithin bekannte Gebäude als Ort für Kunst und Kultur zu erhalten. Die Morat-Hallen sollen langfristig ein prägendes Element der Freiburger Kunstszene werden. Besonders hervorgehoben wird die neue Halle Nord, die als offener Raum für lokale, nationale und internationale Kunstinitiativen dient.
In der mittleren Halle ist die Städtische Galerie untergebracht, die zuvor im Kunsthaus L6 beheimatet war. Auf nun rund 240 Quadratmetern zeigt sie weiterhin wechselnde Ausstellungen. Die Halle Nord bietet auf etwa 300 Quadratmetern Raum für Ausstellungen, Performances und Projekte unterschiedlichster Formate.
Zum Auftakt zeigt die Städtische Galerie die Ausstellung „Following – some kind of same – π“ mit Arbeiten von Tim Bohlender, Tanja Goetzmann und Nozomi Tanabe. Thematisiert wird das serielle Arbeiten als künstlerisches Prinzip in Malerei, Keramik und Holzrelief. In der Halle Nord ist parallel die Ausstellung „Fields of Un/rest“ zu sehen. Beteiligt sind Philip Beck, Betty Blumenstock, Arne Grashoff und Benjamin Koglin, kuratiert von Sharleena Rosing. Die Ausstellung setzt sich mit der Frage auseinander, wie Kunst in einer von Krisen geprägten Gegenwart entsteht.
Die Morat-Hallen waren jahrzehntelang Sitz des renommierten Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft. Nach der Übergabe der Stiftung an die Söhne des Gründers Franz Armin Morat im Jahr 2023 entstand eine enge Kooperation mit der Stadt Freiburg, um Sammlung und Gebäude dauerhaft in der Stadt zu halten. In der südlichen Halle lagert weiterhin das Lebenswerk von Eva-Maria und Franz Armin Morat mit einer umfangreichen Bibliothek sowie tausenden Grafiken, Gemälden und Skulpturen. Teile der Sammlung sind als Dauerleihgaben in den städtischen Museen öffentlich zugänglich.
Die Sanierung der Hallen wurde im November 2025 abgeschlossen und kostete rund 580.000 Euro. Neben moderner Technik wurden Brandschutz, Barrierefreiheit und Infrastruktur deutlich verbessert. Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist frei.





