(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: ver.di Baden-Württemberg, VAG Freiburg
Stillstehende Straßenbahnen und Busse bestimmen am Montag den Alltag vieler Pendlerinnen und Pendler hier in Freiburg. Grund ist ein ganztägiger Warnstreik im kommunalen Nahverkehr, zu dem die Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg aufgerufen hat.
Nach Angaben von ver.di ist auch der Betrieb der VAG Freiburg betroffen. Bei den Freiburger Verkehrs AG ist laut Gewerkschaft für den gesamten Tag kein regulärer Fahrdienst vorgesehen. Auch die Schauinslandbahn bleibt laut VAG außer Betrieb. Zusätzlich sind das VAG-Kundenzentrum, das Fundbüro sowie die Abteilung für das erhöhte Beförderungsentgelt geschlossen. Der Warnstreik ist Teil bundesweiter Arbeitsniederlegungen im kommunalen Nahverkehr.
Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband. In der jüngsten Verhandlungsrunde sei kein Angebot vorgelegt worden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Samstagsarbeit sowie verbesserte Regelungen bei Überstunden. Ziel sei es, die Arbeitsbedingungen im Nahverkehr zu verbessern.
Die nächste Tarifrunde ist für Anfang Februar angesetzt. Fahrgäste in Freiburg müssen sich am Montag auf massive Einschränkungen im ÖPNV einstellen und alternative Verkehrsmöglichkeiten einplanen.
Pendler können innnerhalb von Freiburg die Busse der SBG und die S-Bahnen der DB oder SWEG benutzen, zum Beispiel zwischen Hauptbahnhof, Wiehre und Littenweiler, sowie zur Universität oder Landwasser.
Vom Streik betroffen sind laut VAG alle Bus- und Straßenbahnlinien, die direkt von der VAG betrieben werden. Ausgenommen sind lediglich Fahrten, die von privaten Auftragnehmern übernommen werden. Weitgehend in Betrieb bleiben daher die Linien 15 und 32. Auf den Linien 24, 33 und 34 verkehrt etwa die Hälfte der Fahrten. Alle übrigen Bus- und alle Stadtbahnlinien der VAG entfallen.
Alle tatsächlich stattfindenden Fahrten sind nach Angaben der Freiburger Verkehrs-AG in der elektronischen Fahrplanauskunft zu finden. Einen Notfallfahrplan kann die VAG nicht anbieten. Die VAG weist zudem darauf hin, dass die fahrenden Buslinien keine Anschlüsse an andere Stadtbahn- oder Buslinien der VAG haben.
Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch übten scharfe Kritik an den Streiks: „Die Tarifverhandlungen sind sachlich und konstruktiv gestartet. Wir waren davon ausgegangen, dass Verdi Verständnis für die schwierige Haushaltslage hat“, erklärte Benz. „Umso unverständlicher und überraschender ist dieser Streik. Die Leidtragenden sind unsere Fahrgäste.“
Die Freiburger Verkehrs AG streikt nicht selbst, sondern wird von der Gewerkschaft Verdi bestreit. Daher greift laut VAG keine Mobilitätsgarantie, und es gibt keinen Ersatzanspruch.


