(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Naturpark Südschwarzwald e. V.
Agroforstsysteme sollen die Landwirtschaft im Südschwarzwald widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen. Der Naturpark Südschwarzwald e. V. unterstützt dafür 15 landwirtschaftliche Betriebe beim Aufbau innovativer Agroforstsysteme und entwickelt die Region damit zu einer Modellregion für diese Form der Landnutzung, nach Angaben des Naturparks.
Ziel des Programms ist es, Betriebe durch Investitionsförderung und individuelle Fachberatung bei der Planung und Umsetzung zu begleiten. Das Interesse an dem Angebot war groß, aus zahlreichen Bewerbungen wurden 15 Pilotbetriebe ausgewählt. In den kommenden Monaten wird für jeden Betrieb eine standortspezifische Planung erarbeitet, erste Pflanzungen sind bereits für das Frühjahr vorgesehen.
Agroforstsysteme kombinieren Bäume und Sträucher mit Ackerbau oder Weidewirtschaft. Sie tragen dazu bei, Wasser besser in der Landschaft zu halten, Böden vor Erosion und Austrocknung zu schützen und die Biodiversität zu fördern. Gleichzeitig verbessern sie das Mikroklima und können die landwirtschaftliche Produktivität langfristig stabilisieren.
Die Motivation der teilnehmenden Betriebe ist vielfältig. Neben dem Schutz vor Bodenerosion und Starkregen spielt vor allem die Anpassung an Hitze und Trockenheit eine zentrale Rolle. Besonders in der Tierhaltung sollen Gehölze zusätzliche Beschattung bieten und damit das Tierwohl verbessern. Darüber hinaus eröffnen Produkte wie Energieholz, Obst oder Nüsse neue Einkommensquellen.
Zu den Pilotbetrieben zählen unter anderem ein Biohof in Freiamt sowie ein Grünlandbetrieb bei Schopfheim. Dort sollen Agroforstsysteme helfen, Weideflächen klimaresilienter zu gestalten und den Boden langfristig zu stabilisieren.
Die Förderung ist Teil des Projekts „Wasser, Boden, Agroforst“, mit dem der Naturpark Südschwarzwald innovative Maßnahmen zur Klimaanpassung erprobt. Finanziert wird das Projekt durch Stiftungen sowie durch Mittel des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union.
Bild: Moritz Wever


