(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Stadt Freiburg

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Wie Erinnern an die NS-Verbrechen künftig ohne lebende Zeitzeug*innen funktionieren kann, steht im Mittelpunkt einer neuen Sonderausstellung in Freiburg. Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg zeigt ab Ende Januar die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“. Sie läuft bis Mitte September und ist die erste Sonderausstellung des Zentrums seit dessen Eröffnung im vergangenen Jahr.

Die Ausstellung thematisiert laut den Museen Freiburg die Rolle von Zeitzeuginnen seit 1945 und fragt, wie Erinnerungen entstehen, weitergegeben und gesellschaftlich eingeordnet werden. Im Fokus stehen unter anderem Veränderungen im Umgang mit Zeitzeuginnenschaft, die Bedeutung persönlicher Erzählungen sowie die Frage, wer oder was künftig Zeugnis über den Holocaust und die NS-Verbrechen ablegen kann.

Für die Präsentation in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburgerinnen und Freiburgern ergänzt. Dazu zählen unter anderem die Schriftstellerin Lotte Paepcke, der frühere US-Agent Fred Mayer sowie Max Eisenmann und der spätere Pfarrer Helmut Schwarz. Ein zentrales Exponat ist zudem eine Häftlingsjacke aus dem KZ Sachsenhausen, die vom polnischen Überlebenden Jozef Krzepina stammt und dem Maximilian-Kolbe-Werk Freiburg überlassen wurde.

Begleitend zur Ausstellung gibt es eine neue Audiotour in der App der Museen Freiburg sowie ein umfangreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm. Geplant sind unter anderem Filmreihen, Gesprächsformate und Workshops für Schulklassen und Gruppen. Der Eintritt ins DZNS am Rotteckring ist kostenfrei.

Bild: Patrick Seeger

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