(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
Ein Gemeinschaftsstall in Wieden soll die Weidewirtschaft und den Erhalt der Kulturlandschaft im Südschwarzwald langfristig sichern. Der Gemeinderat der Gemeinde Wieden im Kreis Lörrach hat dem Projekt zugestimmt, das als Modell für die Region gilt. In dem Stall sollen künftig rund 50 Rinder untergebracht werden, wie das Biosphärengebiet Schwarzwald mitteilt.
Initiiert wurde das Vorhaben von der Gemeinde gemeinsam mit engagierten Landwirten. Das Biosphärengebiet begleitet das Projekt fachlich und organisatorisch. Der Baubeginn ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Möglich wird der Bau durch Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro aus der Stiftung Naturschutzfonds, die bereits bewilligt wurden, heißt es aus dem Regierungspräsidium Freiburg.
Ziel des Gemeinschaftsstalls ist es laut Projektbeteiligten, die Weidebewirtschaftung im Naturschutzgebiet der Wiedener Weidberge dauerhaft abzusichern. Grundlage ist ein gemeinschaftliches Pachtmodell, bei dem Planung, Bau und Nutzung gebündelt werden. Die Gemeinde übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei Steuerung und Vermittlung. Durch die gemeinsame Nutzung sollen Investitionsrisiken reduziert, moderne Technik ermöglicht und Arbeitszeiten gesenkt werden.
Nach Angaben des Biosphärengebiets hat das Projekt Vorbildcharakter für den gesamten Südschwarzwald. Gerade für kleinstrukturierte Betriebe in Berglagen, die häufig im Nebenerwerb geführt werden, seien gemeinschaftliche Lösungen eine wichtige Perspektive. Der Gemeinschaftsstall soll so nicht nur die Landwirtschaft stärken, sondern auch den hohen Naturschutzwert und die typische Kulturlandschaft der Region erhalten.


